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Die Gala zum Jubiläum

Seit 50 Jahren gibt es das ifp – wenn das kein Grund ist zu feiern! Hier können Sie die Gala mit den Moderationen von Stefan Leifert miterleben.

Pater Wolfgang Seibel ist der Mann, ohne den wir vielleicht jetzt gar nicht so gemütlich beisammen wären. Hier kommt der Mann, der das ifp erfunden hat:

1968 – 1978

Als Wolfgang Seibel zu Werke ging, war Journalismus noch eine ziemlich analoge Angelegenheit. Für die jüngeren Jahrgänge: Analog ist das mit den Zeitungen auf Papier und mit dem Fernsehen auf zwei Kanälen. Der Begriff „Trimedialität” existierte noch nicht, und wenn, dann hätte er als drittes das Radio gemeint, das Wort „online“ war noch nicht erfunden. Das erste Konzept der ifp fußte auf Büchergeld, Studienberatung, Praktikumsvermittlung und drei Ferienakademien. Journalismus und ifp in den 70ern, das sah so aus:

1978 – 1988

Diese Sound- und Fotoeindrücke vom zweiten Jahrzehnt des ifp fanden sich im ifp-Archiv:

1988 – 1998

Was sich ja durch 50 Jahre ifp-Geschichte zieht wie ein roter Faden, ist das Hadern mit seinem schrecklich sperrigen Namen und der Frage: Nennen wir uns um? Was die Jüngeren hier im Saal nicht wissen: Es gab eine Zeit, in der hatte das ifp mal einen anderen Namen: „Das Inschtitut“. Urheber dieses Namens ist der langjährige und aus Südtirol stammende Direktor Josef Innerhofer – in dessen Ära war es unter der Strafe von Exkommunikation verboten, Institut zu sagen. Es ist die Zeit, in der die ifp-Kellerbar nicht „Kapuzino“ hieß, sondern „Drachenklause“, in der die Seminare nicht in München stattfanden, sondern in Salzburg, Hamburg, Brixen, Ludwigshafen. Eine Zeit, in der man beim Vorstellungsgespräch gefragt wurde, ob man einen Laptop besitzt. Stefan Leiferts Geschichte mit dem ifp begann deswegen, wie er bekennt, mit einer Lüge: Er sagte ja, da er um  die Aufnahme ins ifp fürchtete, einen Laptop besaß er nicht. Das war in den 90er Jahren:

Beerbom und Behr

Die ifp-Leitung hatte mit dem Begriff „Gala“ die Latte für diesen Abend sehr hoch gehängt. Das etwas unbescheidene Erwartungsmanagement führte dazu, dass Stefan Leifert mitleidig gefragt wurde, ob man ihm noch ein paar Gags aufschreiben solle. Nicht nötig, denn dafür gibt es Fachkräfte, nämlich Ruth Beerbom und Norbert Behr:

1998 – 2008

Die Nuller Jahre: Der Pater-Wolfgang-Seibel-Preis wird zum ersten Mal verliehen, Gerhard Schröder wird Bundeskanzler, und ein Bayer wird Papst:

2008 – 2018

Die Zehner Jahre: Das ifp zieht in die Kapuzinerstraße und bekommt ein neues Logo. Und die Führungsakademie wird aus der Taufe gehoben.

Das waren Schlaglichter auf 50 Jahre ifp. Wir haben dabei das Scheinwerferlicht nach hinten gerichtet und auf das geschaut, was war. Herzlichen Dank und uns allen herzlichen Glückwunsch zu 50 Jahren ifp!

3 Sekunden für die Ewigkeit

Immer im Herbst versammeln sich Journalistenschüler und Absolventen des ifp zum Jahrestreffen. Das Jubiläumsjahr verlangte ein besonderes Programm – und bot in Rom eine außergewöhnliche Begegnung. Über den Besuch beim Papst und warum hinterher nichts mehr ist, wie es vorher war.

Von Peter Hummel (ifp-Studienleiter, Volontär 1993)

Auf der ganzen Welt gibt es rund 1,285 Milliarden Katholiken. Hätte der Papst den Plan, all diesen Menschen kurz die Hand zu geben, was pro Person etwa 3 Sekunden dauert, wäre er damit ziemlich genau 122 Jahre und gut 2 Monate beschäftigt. Ohne Pause. Nicht auszudenken, auf welch absurde Ideen in dieser Zeit seine Kurie käme, wie viele Briefe ehemalige US-Nuntiusse schreiben könnten und wie oft Georg Gänswein seine schwarze Aktenkladde auf und zu machen müsste, um den nächsten Programmpunkt abzuchecken.

Kurzum, ein solches Projekt ist einigermaßen unrealistisch, auch wenn der Papst daran womöglich Spaß hätte und für nicht wenige der 1,285 Milliarden Katholiken ein Lebenstraum in Erfüllung ginge. Insofern muss der Heilige Stuhl eine Auswahl treffen, wer dem Papst gegenübertreten darf. Donald Trump zum Beispiel, Marc Zuckerberg, die Fußballspieler von Borussia Dortmund, Absolventen der katholischen Journalistenschule ifp.
Also wir.

360 Menschen von 1,285 Milliarden. Was für ein Privileg, was für eine Freude und, ja, was für ein Wunder. Die Wahrscheinlichkeit, einen Sechser im Lotto zu haben, ist ähnlich gering wie jene, sich an einem Freitagvormittag nach dem Sicherheitscheck auf dem Petersplatz nicht links in die Schlange zum Petersdom einordnen zu müssen, sondern rechts abzubiegen zu dürfen. Also dorthin geleitet zu werden, wo sich eine große, grüne Türe öffnet, wo imposante Treppen dahinter damit locken, den Herzschlag nicht der Stufen, sondern des Zieles wegen Schritt für Schritt zu erhöhen. Und wo sich durch bleiverglaste Fenster Ausblicke auf die Ewige Stadt eröffnen, die eigentlich dem Papst vorbehalten sind. Oder seinen Gästen, also uns, den Zweiflern, die sich in Gedanken hinter jeder Ecke, hinter jedem Schweizer Gardisten, hinter all den vielen Heiligenbildern kneifen, weil sie sich fragen: Ist es wirklich der Papst, der auf mich wartet? Gerade auf mich, der noch vor wenigen Tagen mit dem lieben Gott darüber haderte, dass der FC Augsburg in den letzten Minuten im Spiel gegen Hoffenheim den Sieg aus der Hand gab.

Noch eine Treppe, noch ein langer Gang, dann geht es nach links, nochmal nach links und schließlich eröffnet sich den Herzklopfenden die mit Gemälden übersäte Sala Clementina, jener Raum, in dem wir den Papst treffen. Wobei „treffen“ sicher nicht der passende Begriff ist, sondern vielmehr kommt er herein und wir hängen an ihm. An seinen Lippen, an seinem Lachen, irgendwann alle auch für drei Sekunden an seiner Hand. An der Hand des Heiligen Vaters, die sich so weich anfühlt, dass sich die einen fragen, welche Handcreme er verwendet und die anderen, wo zu Hause eigentlich der Tiegel mit der Handcreme steht.

Aber letztlich ist es der Augenkontakt mit dem Papst, der bei 3 Sekunden natürlich zeitlich begrenzt ist, bei dem ich aber das Gefühl habe: Der Papst nimmt sich Zeit für dich, interessiert sich für dich, schließt dich mit seiner unfassbar konstanten Freundlichkeit in den Arm – und gibt dir gleichzeitig mit einem winzig kleinen Nachblicker beim Abgang zu verstehen, dass es amateurhaft ist, mit Gott eines Profi-Fußballspiels wegen zu hadern.

Ich nehme diese drei Sekunden mit dem Papst aus Rom mit nach Hause, mit in mein restliches Leben, mit in die unauslöschlichen Erinnerungen an dieses wundervolle ifp-Jahrestreffen. Viele von uns werden daran denken, wenn wir bald 2018 Revue passieren lassen, immer dann, wenn wir mit unserer Journalistenschule zu tun haben, irgendwann vielleicht, wenn wir unseren Enkeln von früher erzählen.

Man phrasiert ja manchmal nach dem Treffen mit Prominenten, dass man sich danach die Hände nicht reinigt. Nein, ich bin vielmehr mit dem Bedürfnis aus dieser Begegnung mit Papst Franziskus gegangen, die DNA dieses Mannes hinaus in die Welt zu waschen. In alle Kanäle, die ich erreiche, in all die Flüsse der Ignoranz in unserem Alltag, in dieses allgegenwärtige Meer aus Egoismus und Gewalt.

Papst Franziskus hat in seiner Ansprache an das ifp gesagt: „Danke, dass Sie Unrecht nennen, was Unrecht ist.“ Was für ein Auftrag in diesem als Dank formulierten Satz doch steckt, nämlich den Clementina-Prunk und die vatikanische Zeremonien-Show und die samtrot bezogenen Stühle als Journalistinnen und Journalisten zu verlassen, die sich immer wieder darauf besinnen, warum sie diesen Beruf ergriffen haben. Ich habe diese 3 Sekunden so verstanden: Lass dich nicht entmutigen, ich bin auf deiner Seite, du bist einer von mir.
Man muss vermutlich Papst sein, der Stellvertreter Christi auf Erden, um in einer so kurzen Zeitspanne einen Pakt zu kommunizieren, der für die Ewigkeit taugt.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen und euch ergangen ist, aber ich schlenderte nach der Audienz durch die Peterskirche, richtete den Blick mal nach vorne, rüber zu Johannes XXIII., dann hoch zur Kuppel – und zwang mich geradezu, beeindruckt zu sein. Aber das ging nicht. Man kann nicht staunen, und ist das Monument auch noch so groß, wenn der Papst einem gerade gesagt hat, man solle für ihn beten. Denn unweigerlich stellt man sich die Frage: Wie passt das alles zusammen? Wie passe ich hierher? Ich, einer von 1,285 Milliarden. Ein Glückspilz, ja. Aber Glück ist flüchtig. Die Erinnerung dagegen bleibt – und mit ihr ein Job, den uns Franziskus mit auf den Weg gab, obwohl er ihn nicht so formulierte: Den Vatikan von innen gesehen zu haben, die breiten Treppen, die samtroten Stühle, die Heiligenbilder, die grandiosen Aussichten, all das ist ganz nett, viel wichtiger aber ist es, den Menschen nah zu sein.

Br. Helmut Rakowski OFMCap:

Santo Padre,
wir leben in einer Zeit der Umbrüche: Reaktionen auf reale und vermeintliche Schattenseiten der Globalisierung beflügeln autoritäre Nationalisten, Xenophoben, Zäunebauer und Vereinfacher.

Vor 50 Jahren wurde die Katholische Journalistenschule gegründet. 1968 war genauso eine Zeit der Umbrüche wie heute. Als Papst Johannes XXIII. 1962 das II. Vatikanische Konzil eröffnet, sah er jedoch „in den […] Verhältnissen der menschlichen Gesellschaft“ nicht „nur Untergang und Unheil“, sondern auch „einen verborgenen Plan der göttlichen Vorsehung“ am Werk. . Sein Aufbruchswille ging in die Geschichte unter dem Begriff „aggiornamento“ ein.

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Foto: Florian Eckl

Eine Frucht dieser „Erneuerung“ war die Anerkennung der Rolle der Laien. Das Konzil nennt es eine wichtige Aufgabe der Laien die Sozialen Kommunikations¬mittel „mit echt humanem und christlichem Geist zu beseelen“ (Inter mirifica 3). Dafür sollten die Ausbildungsstätten für Medienschaffende vermehrt werden.

So gründete Ihr Mitbruder, der Jesuit P. Wolfgang Seibel 1968 für die Deutsche Bischofskonferenz das Institut zur Förderung des publizistischen Nachwuchses. Es sollte nicht Kaderschmiede sein, sondern ein Ort an dem Christen befähigt werden, Ihren Auftrag in den Medien wahrzunehmen. Dem fühlen wir uns weiterhin verpflichtet. Über 3000 Frauen und Männer sind in diesen 50 Jahren in der katholischen Journalistenschule ausgebildet worden. Über 300 davon sind heute hier und wir sind dankbar, dass Sie, Papst Franziskus, uns empfangen.

Bernhard Remmers:

Santo Padre,
Ehemalige und gegenwärtige Absolventen bilden gemeinsam mit den Verantwortlichen und Ausbildern ein Netzwerk lebendiger Beziehungen. Hier lernen wir, dass unsere Arbeit nicht der Bildung von Filterblasen dient, sondern der Schaffung von Gemeinschaft, nicht nur untereinander, sondern für unsere Gesellschaft.

In einer Zeit der Fake News und alternativen Wahrheiten, in der sich Journalisten dem Vorwurf „Lügenpresse“ sowie dem kommerziellen Druck ausgesetzt sehen, suchen wir bei Ihnen Ermutigung und Orientierung. Es ist nicht immer leicht zu sagen, dass man von einer „katholischen“ Journalistenschule kommt. Auch in der Kirche sieht uns manch einer kritisch, wenn wir nachfragen und den Finger in offene Wunde legen, ja legen müssen. Zum diesjährigen Welttag der sozialen Kommunikationsmittel haben Sie aus dem Johannesevangelium zitiert „Die Wahrheit wird euch befreien“ (Joh 8,32) und ermahnt, dass diese Wahrheit stets neu aufgespürt werden muss.

Als katholische Journalistinnen und Journalisten wollen wir der Wahrheit dienen, denn unsere Gesellschaft braucht Wahrheit, genauso wie die Kirche. Die Wahrheit macht uns frei. Auf diesem Weg bitten wir um Ihre Begleitung und Ihren Segen.

Liebe Freunde,
seien Sie alle, die Sie auf verschiedene Weise dem Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses verbunden sind, herzlich willkommen. Ich danke den Direktoren Bernhard Remmers und Br. Helmut Rakowski OFMCap. für ihre Grußworte. Die Journalistenschule der katholischen Kirche in Deutschland wurde vor fünfzig Jahren im Anschluss an das Zweite Vatikanische Konzil gegründet im Wunsch, Verantwortung für Menschen in den Medien zu übernehmen. Seither bildet Ihr Institut qualifizierte Journalisten aus, die als Christen in der Gesellschaft wirken. Für dieses Engagement sei den Verantwortlichen und allen Studierenden, Ehemaligen, Freunden und Förderern an dieser Stelle ein herzlicher Dank gesagt. Deutschland kann sich glücklich schätzen, unter den vielen Journalisten zahlreiche Absolventen des ifp zu wissen, und zwar in den säkularen wie in den kirchlichen Medien.

Als christliche Journalisten zeichnen Sie durch Ihre positive Einstellung zu den Menschen und durch Ihr Berufsethos aus. Sie leisten nicht nur eine Arbeit, sie nehmen einen Auftrag und eine Verpflichtung wahr. Aber wie leicht lassen wir uns durch eine allgemeine Stimmung in der Gesellschaft mitziehen, durch einen Defätismus und Pessimismus, der uns lähmt und blind macht. »Weil wir daran gewöhnt sind, treten wir dem Bösen nicht mehr entgegen und lassen es zu, dass die Dinge “eben sind, wie sie sind“ oder wie einige wenige entschieden haben, dass sie sein sollen« (Apostolisches Schreiben Gaudete et exsultate, 137). Bitten wir um die parrhesia, um den Freimut, der vom Heiligen Geist kommt und der uns hilft, auf die befreiende Wahrheit Christi zu vertrauen. Dringen wir durch die Wand der Trübsal und der Resignation und helfen wir den Menschen, die Augen und Ohren und vor allem die Herzen zu öffnen, um füreinander einzustehen und sich als Söhne und Töchter des einen Vaters zu begreifen.

Danke, dass Sie als Journalisten die Menschen in den Blick nehmen und dass sie Unrecht nennen, was Unrecht ist. Danke, dass Sie auch über die schönen Dinge berichten, die vielleicht weniger zur Schlagzeile führen, aber auch Menschen in den Mittelpunkt stellen. Danke, dass Sie mit Ihrem Christsein die Arbeit der Kirche begleiten. Ich wünsche Ihnen, dass Sie auch weiterhin Journalismus von Menschen für die Menschen machen. Und, bitte, vergessen Sie nicht, für mich zu beten. Danke!

Quelle: Vatican News

Impressionen vom Jahrestreffen

Happy birthday, ifp!

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Foto: rbb

50 Jahre – für Journalisten, insbesondere für junge Journalisten eine Ewigkeit. Und für die katholische Kirche ein Wimpernschlag. Das ist nur einer der Gegensätze, den eine katholische Journalistenschule aushalten muss. Es geht um Tagesaktualität und das ewig Gültige, es geht um Zweifel, um Kritik, um Skepsis hier – und um Wahrheit, um Antworten, um Gewissheiten dort.

Das alles zusammen im ifp. Der katholischen Journalistenschule. Nikolaus Cusanus hat von der Coincidentia oppositorum gesprochen, für die Nichtlateiner: der Zusammenfall der Widersprüche. Und damit mit Blick auf das ifp prophetische Gabe bewiesen…

Das sind die Gegensätze von katholischer Kirche und Journalismus. Davon gibt es viele, aber es auch Gemeinsamkeiten. Vor allem eine: die Krise. Nicht erst seit der Missbrauchstudie – aber seither ganz besonders – ist die katholische Kirche in schwerer See. Was tut sie? Was hat sie getan? Und vor allem: was tut sie nicht? Für manche, für viele tatsächlich eine sehr existentielle Frage. Und dann: auch die Medien sind in der Krise. Lügenpresserufe. Roboter, die den Job übernehmen. Zeitungssterben. Zunehmende Vermischung von PR und Journalismus. Fake news. Die Reihe lässt sich fortsetzen. Und die Reaktion? Pfeifen im Wald? Es gilt ganz sicher, die Herausforderung zu erkennen und sich ihr zu stellen. Veränderungen zuzulassen. (In der Kirche und im Journalismus). Es gilt auch, neue Wege zu entwickeln. Mut zum Ausprobieren zu haben und alte Pfade zu lassen.

Vielleicht war das auch vor 50 Jahren eine solche Situation. Nach dem 2. Vatikanischen Konzil, eine Kirche im Umbruch – aber 1968 war das deutlich spürbar – auch eine Gesellschaft im Umbruch. Und in dieser Situation entscheiden sich die Bischöfe für das Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses. Eine katholische Journalistenschule – kann das gut gehen? Kirche und Medien hatten und haben nicht das beste Verhältnis: Die einen brauchen möglichst sofort eine Antwort – das wachsende Tempo, der Aktualitätsdruck, der permanente Kampf mit der Deadline tragen ihren Teil dazu bei. Und die anderen wägen ihre Antwort ab, wollen sich nicht in 15 Sekunden Schnipsel pressen lassen. Die einen zweifeln alles an, die anderen haben die Wahrheit auf ihrer Seite. Dazu kommen eine gesammelte Ladung Vorurteile und schlechter Erfahrungen auf beiden Seiten. Aber: die Kirche hat es sich getraut. Und 50 Jahre ifp Geschichte machen deutlich, es geht!

Natürlich gab es Konflikte. Ein Interview zur Situation der Kirche, das für eine geistlichen Direktor zum Aus und für das ifp zu einer Krise führte. Stipendiaten-
Artikel, die nicht den Ansprüchen des ifp genügten. Und nicht veröffentlicht wurden. (Nein, ich möchte hier keine Wunden aufreißen.) Fragen der Bischöfe, die wir uns gefallen lassen mussten und immer noch gefallen lassen müssen: was machen die da eigentlich? Warum fragen die immer so kritisch? Und das wird mit Kirchensteuern bezahlt?

Aber: wir leben noch. Sind sogar, das möchte ich behaupten, so lebendig wie nie zuvor. Wenn Journalistenpreise ein Kriterium für Qualität sind, dann sind wir mehr als erfolgreich, ein Blick in den newsletter reicht. Ganze Kurse und Jahrgänge sind prämiert für Produktionen aus der Ausbildung. Wenn Verantwortung in den Medien ein Kriterium ist, dann sind wir auch dort absolut erfolgreich. Wie viele Ehemalige sind in leitender Funktion in den Medien und scheuen nicht vor der Verantwortung zurück. Übrigens auch in katholischen Medien und Pressestellen. Man stelle sich mal kurz vor, wie es darum bestellt wäre, wenn alle ifpler kurzfristig ihre Stelle verlassen würden. Die Kriterien lassen sich fortsetzen: Hartnäckigkeit, Neugier, gute Recherche, gute Schreibe, Kreativität … All das lernt man im ifp. Beste Qualität.

Aber dann gibt es ja auch noch das gewisse Extra. Glaube, Hoffnung und Liebe sozusagen. Journalistische Tugenden à la ifp. Die Grundgewissheit, dass dort jemand ist, der trägt – in allen Katastrophen, über die wir berichten und, noch viel schlimmer, die wir selbst erleben. Die Hoffnung, dass am Ende alles gut wird, auch wenn wir noch so kritisch hinschauen und das Schlechte die Schlagzeilen beherrscht. Und die Liebe – ganz grundlegend zu den Menschen und immer wieder auch zu Gott. Wer die Artikel und Beiträge der ifpler liest, hört oder sieht, wird immer wieder Spuren davon entdecken. Mal zwischen den Zeilen, mal ganz explizit, mal laut, mal eher verhalten. So unterschiedlich, wie das ifp eben ist.

Noch etwas macht uns, macht das ifp so besonders: das Miteinander, die Freundschaften, das Wir. Wo immer ich hinkomme und als „Zauberwort“ nenne, es verbindet, schafft eine Grundlage und öffnet auch schon mal Türen. Das Wort Netzwerk trifft es nicht wirklich. Hat es doch oft auch den Beigeschmack von Steigbügel halten und Karrieren fördern. Was uns ifpler verbindet, ist mehr und oftmals auch weitaus tiefer als das.

Der 50. Ifp Geburtstag ist für uns alle ein Grund zum Freuen und zum Feiern. Wir müssen uns nur mal kurz vorstellen, wo wir ohne das ifp wären. Aber zum Glück müssen wir das ja nicht weiter vertiefen. Stattdessen: happy birthday, liebes ifp. Beim 50. wird es ja oft sehr feierlich. Ad multos annos, sagten die alten Römer und wünschen wir heute auch. Aber verbunden mit der Aussage: 50 ist das neue 30. Bleib wild und frech und wunderbar (wie es Astrid Lindgren ausdrücken würde). Hab keine Angst vor neuen Ideen und Veränderungen. Und bleib Deinen Grundsätzen treu. Glaube, Hoffnung und Liebe sind und bleiben gute Tugenden – auch für die ifpler der nächsten 50 Jahre.

Presseschau Jahrestreffen

Titelbild: Florian Eckl

Auf der Couch

Für Neues ist das ifp auch mit 50 noch nicht zu alt. Beim Katholikentag in Münster hat die katholische Journalistenschule keinen Stand aufgebaut, sondern ein Mediencafé eingerichtet. Ansatz: Über Qualität und Menschen reden statt über Lügenpresse. Resonanz: Naja.

Von Isolde Fugunt (ifp-Studienleiterin)

Das Mediencafé war ein Experiment. Wir wollten erstens, dass der Katholikentag nicht nur in geschlossenen Räumen für angemeldete Besucher stattfindet, sondern auch ganz normale Münsteraner erreicht. Deshalb haben wir ein Café gekapert, das gut besucht, zentral gelegen und offen für unsere Idee ist. Die Pension Schmidt und ihr Inhaber Niklas Blömeke waren das. Auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt vermutlich nicht genau wussten, auf was sie sich da einlassen würden. Wir wussten es ja selbst nicht so genau. Jedenfalls war die Pension mit den plüschigen Oma-Sofas, dem Dielenboden und der langen Fensterfront genau der richtige Ort für unser Vorhaben – das haben auch diejenigen gesagt, die in den drei Tagen von Donnerstag bis Samstag zu uns ins „Mediencafé Katholikentag“ gefunden haben.

Die Vielfalt der Medienlandschaft sollte sichtbar werden

Wir wollten zweitens, dass im Mediencafé erlebbar wird, wie vielfältig die deutsche Medienlandschaft ist – mit Schwerpunkt auf kirchliche Medien oder Medien, die sich mit Religion und Kirche auseinandersetzen. Wenn alle über Lügenpresse reden, wollten wir über Qualität reden, über spannende Thesen diskutieren, aus ausgezeichneten Texten lesen lassen und mit Journalisten über ihren Berufseinstieg reden. Wir wollten erlebbar machen, wie vielfältig Journalismus ist, wie unterschiedlich Journalisten ticken, dass es DEN Journalisten nicht gibt. Wir wollten zeigen, dass auch Journalisten nur Menschen sind, von denen sich viele jeden Tag darum bemühen, einen guten Job zu machen, denen das manchmal gelingt und manchmal eben auch nicht.

Hat das funktioniert? Jein.

Leere Sofas statt langer Schlangen

Ja, wir haben in den drei Tagen große Vielfalt gezeigt. Über 40 Medienleute kamen in die Pension Schmidt. „Deutschlandfunk“-Redakteurin Christiane Florin las aus ihrem Buch „Der Weiberaufstand“. Felix Neumann von „katholisch.de“erklärte uns, dass sich der Katholikentag im Netz immer mehr in Messenger-Dienste wie Whatsapp zurückzieht. Aus der Multimedia-Redaktion des Katholikentag kamen jeden Tag zwei junge Journalisten, die von den vielen Veranstaltungen erzählten, über die sie berichteten. Für viele Journalisten, Journalistenschüler und Absolventen des ifp hatte sich das Mediencafé zudem schnell als Treffpunkt etabliert. Das war schön. Aber es war eben nicht das eigentliche Ziel. Deshalb lautet die Antwort auf die Frage, ob unser Mediencafé funktioniert hat, auch „Nein“.

Während sich vor den Türen der großen Podien lange Schlangen bildeten, blieben bei uns zu oft die Sofas leer. Da wir nicht im offiziellen Programm des Katholikentag standen, kamen manchmal nur wenige Besucher zu unseren Lesungen oder Gesprächsrunden. Diejenigen, die ihren Kaffee immer in der Pension Schmidt trinken, taten das auch während des Katholikentag – ließen sich aber durch unser Programm nicht stören. Ein Jammer. Unsere Journalisten haben die leeren Reihen mit Fassung getragen und auch für wenige Zuhörer alles gegeben (Danke!). Wir sind dazu übergegangen, immer mehr Veranstaltungen per Facebook live zu übertragen und dort ein Publikum zu finden. Immerhin – am Abend zum Reporter-Slam (Bericht auf realsatire.de) füllte sich das Mediencafé und vibrierte, wie wir uns das vorgestellt hatten. Es war ein kleiner Eindruck dessen, wie es hätte sein können.

Sie finden dieses Fazit ernüchternd? Ich würde es ehrlich nennen. Sagen was ist. Das ist die Aufgabe von Journalisten.

Videos vom Reporter-Slam

Propheten und Brezeln

Die Stammtische in allen Teilen der Republik sind fester Bestandteil des ifp-Netzwerks. In Berlin kommen im Jubiläumsjahr besonders viele Absolventen zusammen. Vor der Geselligkeit geht es um Grundsätzliches – in hochkarätige besetzter Runde.

Von Rolf Kiefer (Stipendiat 1976)

ifp-Stammtisch einmal anders. Nicht im wohl behüteten Dachgeschoss der katholischen Akademie wie sonst, sondern im großen Saal mit über 100 Gästen fand am 23. April 2018 der ifp-Stammtisch Berlin-Brandenburg statt. Wir wollten uns aus Anlass des 50. Geburtstags einmal für das breite Publikum öffnen und darüber reden, was katholische Journalistenschule heute bedeutet und welche Rolle die katholische Publizistik im 21. Jahrhundert spielt und spielen sollte. Zur Unterstützung reisten der Journalistische Direktor des ifp, Bernhard Remmers, ZDF-Redaktionsleiterin Anne Reidt (Stipendiatin 1988) und SZ-Journalist Heribert Prantl (Stipendiat 1975) an. KNA-Volontärin Maren Breitling (Volontärin 2017) und Kommunikationsberater Rolf Kiefer (Stipendiat 1976) kamen aus Berlin dazu.

Nach einer nachdenklichen und wie immer pointierten Keynote von Heribert Prantl unter anderem über christliche Werte, Zeugen der Wahrheit und prophetische Unruhestifter diskutierte das Podium ausgiebig über Haltung und Wahrheit im Journalismus und welche Rolle eine Journalistenschule dabei spielt. Bei Wein und Brezeln und vielen engagierten Gesprächen klang der Abend aus, frei nach Heribert Prantls Credo: „Den Himmel offen halten – das wäre, das ist auch die Aufgabe der christlichen Publizistik.“

Wie digitalisiert man eine Marke, Karin Schlüter?

Karin Schlüter leitet den Studiengang „Digital Leadership“ an der Universität der Künste in Berlin. Im Gespräch erzählt sie, wie sie Redakteure von neuen Formaten überzeugt und was der digitale Wandel mit einem Arztbesuch gemeinsam hat.

Von Felix Keßler (Stipendiat 2017) und Lenja Hülsmann (Stipendiatin 2017)

Karin Schlüter raste schon zu Schulzeiten mit dem Moped durch Westfalen, um für den „Soester Anzeiger“ über Schützenfeste zu berichten. Während des Studiums in Berlin zog es Schlüter zum Radio, als Kulturredakteurin arbeitete sie erst für „InfoRadio“, später dann in München als Leiterin des Kulturressorts für den BR und zuletzt als Online-Chefin bei „Bayern 1“. Heute berät die 48-Jährige TV-Formate wie „Quarks“ beim Umzug ins Digitale und leitet einen Studiengang an der Universität der Künste in Berlin. Auch am ifp ist Karin Schlüter regelmäßig zu Gast. Sie betreut das jährliche Online-Projekt der Volontäre in den katholischen Medien. So beschreibt sie sich selbst:

Frau Schlüter, wie digitalisiert man eine Marke? 

Karin Schlüter: Zuerst muss man trennen, was das Produkt ist und was die Marke. Die Marke ist der Markenkern. Das ist das, was Bindung erzeugt. Das Produkt kann etwas ganz Anderes sein. Wir machen das zum Beispiel gerade bei „Quarks“ (Wissenschafts-Fernsehmagazin im WDR, Anm. d. Red.). Da ist der Markenkern evidenzbasierte Wissenschaft, die mir erklärt, wie die Welt zusammenhängt. Ob mir das im Fernsehen oder bei Facebook im Kurzvideo erklärt wird, ist egal – solange es bei den Zuschauern ankommt.

„Online wird immer noch nicht ernst genommen“

Sie haben jetzt schon einige Redaktionen dabei betreut, einen neuen Online-Auftritt aufzubauen. Wie macht man denn aus einem klassischen Zeitungsredakteur einen überzeugten Onliner?  

Das ist gar nicht so einfach, selbst wenn junge Leute in die Redaktionen kommen, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind. Denn in vielen Redaktionen gibt es so eine Art „Lehmschicht“ in der Mitte. Das sind Redakteure, die die neuen Kanäle durchaus kennen, sie aber beruflich nicht gerne nutzen.

Warum das denn? 

Online wird immer noch nicht ernst genommen. Viele klassische Redakteure sehen das als lästige Mehrarbeit. Was auch verständlich ist, denn die Redakteure werden oft zeitlich nicht entlastet, um sich dem Onlinemedium zu widmen. Und: Online gilt nach wie vor als Zusatzgeschäft für die Redaktionen. So als sei das neue Medium eine Fortführung des Alten im Internet.

„Digitaler Wandel muss von Herzen kommen“

Und das ist offensichtlich nicht der Fall. Geht’s also nur mit Druck auf die Redaktionen? 

Man drückt niemanden ins Digitale, das funktioniert nicht. Ich halte das auch für den falschen Weg. Bei digitalen Change-Prozessen können wir oft ja auch gar nicht genau voraussehen, wo wir hinkommen, wenn wir die Variable XY verändern. Ich glaube, dass Redakteure gern bei so einem Wandel mitgehen, wenn sie auf der anderen Seite etwas sehen, das sie lieben können. Dafür muss man sie natürlich anderswo entlasten, wenn sie zusätzlich online arbeiten sollen. Insgesamt gilt: Digitaler Wandel muss von Herzen kommen. Sonst geht gar nichts.

Davon merkt man bei den öffentlich-rechtlichen Programmen aber kaum etwas. Die Websites wirken oft veraltet, die Programme werden bestenfalls durch die Mediatheken wahrgenommen. 

Die öffentlich-rechtlichen Anbieter werden hauptsächlich beschränkt auf die Distribution und Programmbegleitung. Distribution ist aber nur eine von vier Säulen im Online-Geschäft. Es gibt noch Transaktion, Information und echte Digitalprodukte. Mit dieser Fokussierung wirken sie im Netz natürlich „veraltet“ und können in den anderen Bereichen kein Know-How aufbauen. Die User haben sich längst an echte Digitalangebote gewöhnt und empfinden eine reine Distribution und Begleitung als unzulänglich.

„Der Weg ist, die Redakteure vom Format zu trennen“

Wenn das Digitale so wichtig ist, warum tun sich so viele Verlage immer noch schwer damit?  

Mein Eindruck ist: Der digitale Wandel ist für viele Medien, ob Print oder Fernsehen, wie ein Arztbesuch. Man gibt Blut ab und dann sagt der Arzt: Sie müssten langsam mal gesünder leben. Am ersten Tag danach spart man sich den Wein oder die Zigarette. Aber nach einer Woche ist man zurück im alten Trott, weil man sich unsicher ist, ob das wirklich wirkt. Weil das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen, einem doch relativ abstrakt und unwahrscheinlich erscheint. So ist es auch bei der Umstellung aufs Digitale: Der Verstand sagt ja, aber die Gewohnheit nein. Dass man früher damit hätte anfangen sollen, wird vielen Redaktionen erst kurz vor dem Infarkt dämmern.

Das klingt ja so, als stünde die richtige Sterbewelle der Redaktionen erst noch bevor. Wird mit ihnen auch der Beruf des Redakteurs aussterben? 

Der Weg ist, die Redakteure vom Format zu trennen. Zu sagen: Macht, was ihr könnt, aber passt es an die jeweiligen Kanäle an. Redakteure werden nach wie vor gebraucht. Mehr denn je braucht es Menschen, die gut schreiben, sprechen oder filmen können.  Journalismus ist kein aussterbender Berufszweig, er verändert sich nur. Bedrohlich für alle ist nur die Hybris des Analogen.

„Zeit“ und Springer-Medien als positive Beispiele

Gibt es denn gar keine positiven Beispiele? Schließen sich Print und Online immer aus? 

Natürlich nicht. Die „Zeit“ ist ein gutes Beispiel. Da steigt seit langem die Print-Auflage. Und obwohl es eine Wochenzeitung ist, hat man „Zeit online“ mit einer eigenen Taktung abseits vom Wochen-Rhythmus hingekriegt. Das ist ein richtig guter Auftritt mit guten Recherchen und Einordnungen. So sind sie zu einem guten Tagesbegleitmedium geworden. Und auch Springer macht das clever, da sind von „Bild“ bis „Welt“ eigentlich alle Marken gut digital aufgestellt. Und der Erfolg ist nicht nur da, weil die „Bild“ Boulevard-Journalismus macht. Sie sind digital sehr professionell und haben das Medium verstanden.

Die öffentlich-rechtlichen Programme versuchen derzeit, online Land zu gewinnen, werden aber andererseits von den großen privaten Nachrichten-Portalen verklagt. Was halten Sie von den Klagen gegen die öffentlich-rechtlichen, bei denen Einschränkungen vor allem der Text-Angebote gefordert werden? 

Der Streit mit den Privaten ist ja eher ein Kulturkampf, der noch aus dem dualen System herrührt. Da ist auch ein bisschen Hilflosigkeit dabei. Denn wenn man ehrlich ist, sind die Öffentlich-Rechtlichen online nicht besonders präsent. Wenn man sich die IVW-Daten anguckt, ist es nicht gerade so, dass die den großen Nachrichten-Portalen wie „Spiegel Online“ oder „Bild.de“ das Wasser reichen könnten.

Sie distribuieren ihre Inhalte, aber bieten nur sehr eingeschränkt genuin digitale Produkte an. Gesellschaftlich wird das zunehmend zu einem massiven Problem. Teilhabe an der politischen Diskussion, Bildung, Kultur läuft inzwischen immer mehr über Netzplattformen. Durch den Verlegerstreit ist niemand geholfen. Die Verlage finden keine anderen Geschäftsmodelle und die Öffentlich-Rechtlichen können bald ihren Auftrag nicht mehr erfüllen.

Fachfrau für Stille

Schwester Fabienne Bucher hat beim ifp gelernt, wie man sich als Theologin in der Öffentlichkeit präsentiert und wie man gute Medienarbeit macht. Dann hat sie einen anderen Weg eingeschlagen: Sie ist jetzt Eremitin.

Von Anna Stommel (Stipendiatin 2010)

Schwester Fabienne Bucher hat in einem kleinen Appenzellerhäuschen nahe St. Gallen in der Schweiz gefunden, wonach sie fast ein ganzes Leben lang suchte: das stille Dasein vor Gott. Dass sie sich vor knapp 25 Jahren als Teilnehmerin im Theologenkurs des ifp für die Arbeit mit Medien, für die Kommunikation über Radio und Fernsehen ausbilden ließ, wirkt da fast wie ein Irrtum, wie ein unnötiger Schlenker im Lebenslauf.

Die Schwester sieht das anders. „In der Stille ist die Kommunikation besonders wichtig. Im Gespräch mit Gott und zu jeder guten Kommunikation gehört zunächst das Hören“, sagt sie. Schwester Fabienne muss es wissen: Als Diözesan-Eremitin ist sie quasi Fachfrau für Stille. Im März 2017 erhielt sie von ihrem Bischof Markus Büchel im Chorraum der Kathedrale von St. Gallen die Weihe. Dort versprach Schwester Fabienne, den eremitischen Weg für immer zu gehen.

„Wow, ich bin da“

Knapp ein Jahr später sitzt Schwester Fabienne in der Küche ihrer Einsiedelei und blättert durch das Fotoalbum mit den Bildern von der Weihe, die Finger wandern vorsichtig über die Seiten. Und während die 64-Jährige erzählt, wird klar: Die Sehnsucht nach dem Leben als Eremitin begleitet sie schon seit der Kindheit. 2008 schließlich entschloss sie sich, dieser Sehnsucht Raum zu geben und einen Versuch zu wagen.

„Ich wollte herausfinden, was die Stille mit mir macht“, erzählt Schwester Fabienne. So zog sie in ihrem Bildungsurlaub für 40 Tage in die Einsamkeit. Sie wählte ein Blockhaus in einem Wald im Flüeli-Ranft, jenem schweizerischen Dorf, in dem im 15. Jahrhundert der Schweizer Nationalheilige Bruder Klaus als Einsiedler lebte und wirkte. Was sie dort erlebte, fasst Schwester Fabienne mit den Worten „Wow, ich bin da“ zusammen. Wald und Stille machten ihr keine Angst, erzählt sie. Stattdessen sei das Gefühl einer Einheit gewachsen. „Und dann war da das Erlebnis, dass es noch ein anderes, großes ‚Ich bin da‘ gibt. Das aus dem brennenden Dornbusch“, sagt sie. In diesen Wochen in Ranft träumte sie einmal von Bruder Klaus. „Ich begegnete ihm in seiner Klause und überhäufte ihn mit Fragen. Er sagte immer wieder: Lass dich ein.“

Sie lebt zurückgezogen, sperrt die Welt aber nicht aus

„Ich bin da“ und „Lass dich ein“ sind seitdem die Leitworte von Schwester Fabienne Bucher. Sie zierten die Einladung zu ihrer Eremitinnen-Weihe und hängen in ihrer Küche in Niederteufen an der Wand. Seit 2011 hat Schwester Fabienne im ehemaligen Knechtehaus des Klosters Wonnenstein ihre Einsiedelei eingerichtet. Dort betet und arbeitet sie, meditiert, baut Gemüse im Garten an, backt Brot, gießt Kerzen oder knüpft Gebetsschnüre. Neben den üblichen Räumen gibt es in ihrem Haus auch ein Oratorium mit Ikonen, Tabernakel und der Radskizze von Bruder Klaus.

„Die Tage hier haben eine feste Struktur: Am Morgen bin ich in der Stille, am Nachmittag widme ich mich meiner Arbeit.“ Ihr Handywecker läutet in der Stille mit Kirchenglocken die Gebetszeiten ein. Ein fester Punkt im Tagesablauf sind die Radionachrichten. Denn auch wenn sich Schwester Fabienne für das zurückgezogene Leben entschieden hat, sperrt sie die Welt nicht aus.

Sie ist präsent in Form einer Landkarte über dem Backofen, in dem Schwester Fabienne nun Hefezöpfe backt. Die Karte ist übersät mit Stecknadeln – jede kleine Nadel steht für einen Bekannten der Schwester auf der ganzen Welt, jede große für ein Krisengebiet. Reichen die Nachrichten aus dem Radio nicht aus, recherchiert Schwester Fabienne im Internet zu aktuellen Themen. „Ich habe hier keine Wohlfühloase, der Rest der Welt ist mir nicht egal“, sagt die Eremitin. Die Probleme der Welt schließt sie in ihre Gebete mit ein. Oder sie betet für Menschen, die sich mit ihren Problemen direkt an sie gewendet haben. Denn die Eremitin empfängt auch Besucher zum Seelsorgegespräch. Geld verdient sie mit alldem nicht, zum Eremiten-Dasein gehört es aber, für den Lebensunterhalt selbst aufzukommen.

Schwester Fabienne hat sich deshalb mit 60 Jahren frühpensionieren lassen und lebt von der Rente. „Das reicht vollkommen, auch um mit anderen zu teilen“, sagt die Eremitin. Viele Lebensmittel baut sie selbst an. Bei Bedarf fährt sie in die Stadt, um das einzukaufen, was es vor Ort nicht gibt. Das tut sie mit ihrem Auto, diesen Luxus gönnt sich die Einsiedlerin. „Es war ein Balance-Akt abzuwägen, was ich an Sicherheit brauche und was nicht. Das Auto hilft mir, auch mal einen Liebesdienst für andere zu machen.“ Viele andere Dinge hat sie dafür hinter sich gelassen. Sie fehlen ihr nicht, sagt Schwester Fabienne. Zu groß sei für sie das, was sie gewonnen hat.

Diese Frau will streiten

Diskurs vor Linientreue – das ist Christiane Florins Richtline. Für die einen ist die ehemalige Leiterin der „Zeit“-Beilage „Christ&Welt“ deswegen „unkatholisch“, für die anderen die profilierteste Religionsjournalistin Deutschlands. Eine Begegnung.

Von Agata Wojcieszak (Volontärin 2013)

„Ich misstraue jedem, der von sich meint, die Wahrheit und die Katholizität für sich gepachtet zu haben“, sagt Christiane Florin. Vor acht Jahren spezialisierte sich die Journalistin auf das Thema Religion. Seitdem zwingt sie vor allem die katholische Kirche, sich auch mit unbequemen Fragen zu beschäftigen. In „Christ&Welt“ ließ sie ihren damaligen ifp-Volontär und heutigen stellvertretenden Redaktionsleiter Hannes Leitlein einen Kommentar Pro-Abtreibung schreiben.

Die Definition von Meinungsfreiheit sei nicht, dass man alles schreiben und veröffentlichen müsse, sagt Florin. „Meines Erachtens geht es aber darum, dass ein Thema gesellschaftlich relevant ist.“ Der Schwangerschaftsabbruch sei ein solches Thema – für die Bundesrepublik genauso wie für die katholische Kirche, die daran nicht selten den Maßstab fürs Christ-sein anlege. „Christliches Verhalten wird nicht dadurch definiert, dass man sich nicht die Finger schmutzig macht“, sagt die 50-Jährige. Zuletzt erregte Florin mit ihrem Buch „Weiberaufstand“ Aufmerksamkeit, in dem sie der Frage nach der Ordination von Frauen nachgeht. Ein Bericht des BR zum Thema:

Sie spürt Resignation in den Gemeinden

Dabei hatte alles so harmlos angefangen: In den 1980er-Jahren wächst Christiane Florin im nordrhein-westfälischen Mondorf auf, engagiert sich über die Jugendarbeit für die Kirche. „Damals wehte ein anderer Wind“, erinnert sich Florin. „Die Kirche schien sich zu verändern – in Bezug auf die Rolle der Frau genauso wie die Einstellung zur Sexualität und Homosexualität.“

Heute beschreibt sich Florin als damals „völlig naiv“. Statt Reformen sei eher das Gegenteil passiert, auch wenn sich mit Papst Franziskus nun etwas verändere. Das Problem: Viele Kirchenmitglieder hätten resigniert, andere – darunter viele Frauen – würden sich einfach abwenden. „Junge Frauen sehen nicht mehr ein, warum sie einer Institution anhängen sollen, die ihnen aufgrund des Geschlechts keine Chance auf die höchsten Ämter gewährt“, erklärt Florin. „Das ist nichts anderes als Diskriminierung.“

Schüchtern, beharrlich, promoviert

Schüchternheit würde man bei einer Person, die so etwas öffentlich sagt, wohl nicht vermuten. „Aber es stimmt: Am Anfang meiner Laufbahn fiel es mir wahnsinnig schwer, auf fremde Menschen zuzugehen und ihnen Fragen zu stellen“, sagt sie. Manche rieten ihr deswegen von ihrem Berufswunsch Journalismus ab. Den hat die zierliche Frau mit den dunklen langen Haaren und den braunen Augen schon früh entwickelt, genauso wie ihre Beharrlichkeit. Nach dem Studium der Politik- und Musikwissenschaften promoviert sie und arbeitet nebenbei bei der Pressestelle der Europäischen Kommission.

Doch Florin will zum „Rheinischen Merkur“, einer christlich-konservativen Wochenzeitung, die unter anderem durch die Bischofskonferenz finanziert wird. Das Volontariat läuft in Kooperation mit dem ifp, wo sich die damals 28-Jährige erfolgreich bewirbt. Kirchen- und Religionsthemen spielen zu Beginn ihrer journalistischen Karriere keine Rolle. Nach dem Volontariat bleibt sie beim „Intelligenzblatt“, wie der „Rheinischen Merkur“ gern genannt wird. Florin arbeitet im Kulturressort und übernimmt dessen Leitung, bis die Bischofskonferenz die Zeitung 2010 einstampft. Was nun?

„Christ&Welt“ ward geboren und damit eine neue Perspektive für die damals 43-Jährige: Sie soll die Publikation leiten. „Ich habe mich ernsthaft gefragt, ob ich es schaffen würde, mir diesen für mich absolut neuen Themenbereich zu erschließen“, erzählt Florin. Schließlich kommt sie zu dem Schluss: Es ist ein journalistisches Thema wie jedes andere auch.

Anerkennung und Shitstorm: Florin kennt beides

„Christ&Welt“ war eine Herausforderung, schließlich hatte es zuvor keine vergleichbare Kooperation in Deutschland gegeben: Die Zeitung erscheint als sechsseitige Beilage der renommierten Wochenzeitung „Die Zeit“. Die Redaktion arbeitet im Katholischen Medienhaus in Bonn. Das neue Team ist deutlich kleiner als zuvor beim Rheinischen Merkur: Waren es einst 20 Mitarbeiter, sind es jetzt sechs Redakteure. „Uns war von Anfang an klar, dass wir uns als Redaktion profilieren mussten“, erinnert sich Florin. Erreichen wollen sie das über gut recherchierte und stilistisch ansprechende Geschichten. Tatsächlich macht „Christ&Welt“ schnell von sich reden – auch jenseits der Kirchenszene. Das zunächst auf ein Jahr befristete Projekt wird verlängert. Währenddessen setzt die Redaktion Themen, kritisiert Papst Benedikt XVI. und zeigt nicht nur die Glanzseiten der Institution Kirche.

Einen Höhepunkt stellt Ende 2014 die Weigerung Florins dar, eine Anzeige für einen Kongress von „Kirche in Not“ zu drucken. Das in 130 Ländern aktive katholische Hilfswerk untersteht direkt dem Vatikan und hilft nach eigenen Angaben verfolgten, bedrängten und notleidenden Christen. Kritiker aber sehen einen rechten Einschlag, den auch Florin aus der Anzeige heraus liest. Konkret geht es um eine Veranstaltung unter dem Titel „Gegen den Strom von Meinungsdiktatur und Political Correctness“.

Ein Shitstorm bricht über die Redaktionsleiterin herein. „In so einer Situation zeigt sich recht schnell, wer zu einem steht und wer anfängt zu taktieren.“ Damit meint sie nicht, dass man ihr hätte zustimmen müssen. „Aber öffentlich zu sagen, dass die Reaktionen nicht in Ordnung waren, das hätte ich mir schon gewünscht.“ Mutig sei sie nicht, meint Florin, sie nutze einfach die Möglichkeit, Debatten anzustoßen. Das sei doch selbstverständlich. Andererseits räumt sie ein, dass nicht viele konservative und vor allem kirchliche Medien offene Diskussionen zuließen.

Sie wechselt das Medium, nicht das Thema

In manchen Kirchenzirkeln gilt die Journalistin mitunter als selbstbezogen und zänkisch. 2014 soll Bischof Rudolf Voderholzer versucht haben, zu verhindern, dass Florin eine Veranstaltung auf dem Kirchentag in Regensburg moderiert. Daraufhin fragt sie in einem Leitartikel: Wieso darf ein Bischof darüber bestimmen, wer auf einer Laienveranstaltung spricht? Am Ende moderiert sie doch.

Streitlustig und kämpferisch – das sei sie berufsbedingt geworden, sagt Florin. Es gehe um den Ansporn, bessere Argumente zu finden und dabei trotzdem Wertschätzung für den anderen zu entwickeln. „Streitkultur“ heißt folgerichtig auch die Sendung, die sie beim Deutschlandfunk mitentwickelt. Hierhin wechselt sie Anfang 2016 als Redakteurin für „Religion und Gesellschaft“ – ein Jahr bevor „Christ&Welt“ sich vom katholischen Medienhaus trennt und als Tochterfirma des „Zeit“-Verlages nach Berlin zieht. „Mein Jobwechsel hatte nichts mit dem Umzug zu tun“, sagt sie. „Für mich war es mit Ende 40 eine Herausforderung, ein neues Medium auszuprobieren.“ Dem Religionsjournalismus bleibt sie treu, genauso wie der Kirche. Auszutreten sei für sie keine Option, dafür sei die Bindung zu sentimental. „Und eigentlich“, sinniert sie, „hat mir erst dieser Themenbereich meine Stimme als Journalistin gegeben“. Scharf, ironisch, bisweilen polemisch. Und wenn sie damit aneckt? „Dann“, antwortet sie, „ist das eben so“.

Titelbild: Sabine Barth

Das Team

„50 Jahre, 50 Köpfe“ lautete der erste Arbeitstitel für die Festschrift zum ifp-Jubiläum. Es wurden einige mehr – zahlreichen jungen Absolventen sei Dank.

Chefredakteure und Intendantinnen, langjährige Referenten und (ehemalige) Direktoren, Versuchskaninchen und alte Hasen, Nachwuchstalente und Promis: Mehr als 3000 Absolventen hat das ifp seit seiner Gründung 1968 hervorgebracht. Entsprechend lang war die Liste möglicher Protagonisten für Geschichten zum Jubiläum. „50 Jahre, 50 Köpfe“ – unter diesem Motto sollte die digitale Festschrift der katholischen Journalistenschule einmal stehen.

Wer nachzählt, wird auf diesen Seiten deutlich mehr Menschen finden. Denn das Institut lässt sich nicht auf 50 Lebensläufe reduzieren. Seit Herbst sind deshalb in ganz Deutschland ifp-Absolventen ausgeschwärmt, um Lebenswegen und Herausforderungen nachzuspüren und zu recherchieren, was das ifp und seine Alumnis ausmacht.

Der Glaube als Fundament

Katholische Journalistenschule, was heißt das eigentlich? Kapelle im Haus, Meditationsraum unterm Dach, wöchentliche Morgenimpulse, Priester am Esstisch – klar. Aber welchen Einfluss hat die religiöse Prägung auf die Ausbildung? Und wie sehen Absolventen Kirche und Glauben? Antworten einiger ifpler. 

Von Antonia Schlosser (Volontärin 2016) und Elisabeth Schomaker (Volontärin 2014)

Titelbild: Andacht mit dem ehemaligen geistlichen Direktor Msgr. Wolfgang Sauer im Meditationsraum des ifp (Foto: Wolfgang Maria Weber)


Fotos: Annette Koroll (Martin Klostermann), rbb/Christoph Michaelis (Claudia Nothelle), privat (alle weiteren)

Freunde, Familie, Förderverein

Wer Absolventen nach der Besonderheit des ifp fragt, erhält fast immer die gleiche Antwort: „Das Netzwerk!“ Die tragenden Säulen der oft jahrzehntelangen Verbundenheit: ein jährliches Treffen, gemeinsame Seminare, Stammtische in der ganzen Republik, E-Mail-Verteiler, Adressbuch, Förderverein. ifpler erzählen.

Von Antonia Schlosser (Volontärin 2016) und Elisabeth Schomaker (Volontärin 2014)

„Dem ifp verdanken wir den guten Start ins (Berufs)Leben: Solide journalistische Ausbildung, ein Netz von Kontakten und ganz nebenbei die Mutter und den Vater unserer Kinder.“

Bernhard Pötter (Stipendiat 1987, Redakteur „taz“)
und Angela Ulrich (Volontärin 1987, Studioleiterin ARD-Hauptstadtstudio)

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„Der ifp-Förderverein hat mir geholfen große Auslandsrecherchen nach Jordanien, Libanon, Uganda und auf dem Mittelmeer zu finanzieren und mir so ein Profil als Auslandsreporter zuzulegen.“

Bartholomäus von Laffert
(Stipendiat 2015, Freier Journalist)

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„Das ifp ist eine junge Journalistenschule und sie hält jung; vor allem durch die vielen ‚Updates‘ bei den Jahrestreffen und das Netzwerken dazwischen. Aus den Stammtischen im ‚Eingrub-Bräu‘ wurden Treffen an verschiedenen Orten. Wir haben Bischöfe und ifp-Direktoren eingeladen, offene Briefe an die Bischofskonferenz geschrieben oder einfach nur an lauschigen Sommerabenden ein Gläschen Wein getrunken und Reporter-Geschichten erzählt. Und immer kamen neue junge ifpler dazu und damit auch neue Blickwinkel auf unsere Arbeit.“

Sylvia Kuck
(Volontärin 1983, Redakteurin und Moderatorin hr-info)

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„Nach dem Volo bleibt: eine fundierte Ausbildung, gute Freunde im Jahrgang, das ifp-Netzwerk – und manchmal auch ein Partner fürs Leben.“

Lisa (Volontärin 2008, Erzbistum Freiburg)
und Benedikt Plesker (Volontär 2008, Doktorand)

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„Das Schönste an diesem Netzwerk sind die Freundschaften, die entstanden sind. Sie tragen über Jahrzehnte.“

Anne Reidt (Stipendiatin 1988,
langjährige Vorsitzende des Fördervereins, ZDF)

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„Im ifp beginnen nicht nur vielversprechende Berufswege. Auch Zusammenhalt und Freundschaften haben seit jeher einen ganz besonderen Stellenwert. Und manchmal trifft man hier auch eine Liebe fürs Leben. Wir beide haben uns vor 30 Jahren über das Institut kennengelernt.“

Klaus Riddering (Volontär 1983, Kinderkrebsstiftung) und
Martina Deis-Riddering (Volontärin 1987, Regierungsdirektorin)

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„Eine sich immer wieder verändernde und wachsende Runde, neue und alte Kontakte, Austausch, Themen (nicht nur beruflich): Längst ist der Franken-Stammtisch in Nürnberg Institution und Tradition zugleich. Dank dem ifp treffen wir uns regelmäßig viermal im Jahr, lernen tolle Locations kennen und freuen uns über diese angenehme Möglichkeit der Netzwerkpflege.“

Ulrike Schwerdtfeger
(Volontärin 2004, Freie Redakteurin)

Titelbild: Wiedersehensfreude beim Jahrestreffen 2016 in Essen. (Foto: Florian Eckl)